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Relaxt, relaxter, Armenien!

Wir lassen die Grenze nach Armenien hinter uns und fahren durch grüne hügelige Landschaft, im Hintergrund die Berge. Hier scheint die Sonne, das Unwetter haben wir in Georgien gelassen.



Die Straßen sind ein kleines bisschen besser als in Georgien. Der Fahrstil unterscheidet sich nicht, auch hier gilt: fahre als ob es kein Morgen gibt - no risk, no fun. Wir düsen durch Gjumri, die zweitgrößte Stadt Armeniens. Kurz vor Dunkelheit halten wir an einer alten Kirche hinter Maralik und schlagen unser Nachtlager auf dem Parkplatz auf. Ich bin ja nicht so der Kirchenfreak, aber die Kirche ist uralt, sieht ganz hübsch aus und strahlt eine angenehme Ruhe aus. Was mir sofort auffällt: kein Prunk, kein Glitzer und sonstiger Firlefanz wie in den Kirchen daheim. Alles sehr schlicht und trotzdem sehr beeindruckend. An vielen Kirchen gibt es Picknickecken wo sich die Einheimischen zum Grillen treffen, sehr sympathisch.

Ein paar Leute grillen unter der überdachten Picknickecke und Claudia und Simon werden zum Essen eingeladen. Es ist eine Gruppe armenischer Doktoren, die einen langen Seminartag bei gutem Essen, Wein, Bier und Schnaps ausklingen lassen. Das Essen ist lecker, der Wein schmeckt gut und der Schnaps wird wie Wasser getrunken. Gegen 23.30 verabschiedet sich die Gruppe, alle schwanken zu ihren Auto, inklusive der Fahrer... Unsere Nacht ist etwas unruhig. Die Kirche scheint der "place to be" zu sein, die ganze Nacht kommen Autos auf den Parkplatz und spielen laute Musik. Am nächsten Tag fahren wir nach Goght zum Camping 3Gs der von Sandra und Marty aus den Niederlanden geführt wird. Wir haben nämlich ein paar Tage Urlaub geplant. Das Tor geht auf: ein Paradies auf Erden!!! Es gibt einen Swimmingpool, schöne Terrassen zum Entspannen, zwei große Küchen, mit allem was man zum Kochen braucht, saubere Toiletten, auf die man sich setzen kann, saubere Duschen, die man ohne Flop Flops betreten kann, eine Waschmaschine, die innen duftet und einen riesen Garten mit mega Ausblick. Claudia und Simon können ihr Glück kaum fassen und ich habe ein paar interessante Gesprächspartner von anderen Reisenden auf dem Hof. Der perfekte Platz um uns vom Reisen zu erholen :-).

Der Plan ist drei Nächte zu bleiben. Ich weiß jetzt schon, dass dieser Plan nicht funktionieren wird und wir mit Sicherheit länger bleiben werden. Und so ist es auch: aus drei geplanten Nächten werden sechs. Was wir so machen? Ich stehe im Hof rum, unterhalte mich und beobachte Fahrzeuge, die kommen und gehen. Und lache mich schief, wenn große Wohnmobile Probleme beim Einfahren oder Ausfahren haben. Einen Tag werde ich auf Vordermann gebracht. Simon wechselt meine Pfötchen durch und stellt dabei fest, dass schon mal wieder eine Manschette gerissen ist. Also wird die gleich mit getauscht und mein Schaltgestänge bekommt auch eine neue Manschette. Claudia putzt mich von oben bis unten, ich glitzer und dufte wieder herrlich. Nur von außen sieht man mir die Strapazen der letzten Tage noch an, inklusive Sprung ins Schlammloch kurz vor der armenischen Grenze. Die bunten LED Streifen werden fürs Ambiente installiert (die fahren wir seit Deutschland mit uns rum). Simon besorgt extra eine Holzleiste, damit er für ein indirekte Beleuchtung sorgen kann. Nach 3 Stunden Installation, kurz vor der Inbetriebnahme bricht der Haupstecker ab. Einfach so!! Simon versucht es mit Löten und anderen Tricks den Stecker zu reparieren, leider ohne Erfolg. Kein buntes LED-Licht! Aber immerhin ist schon mal alles vorbereitet.

Es gibt lustige Grill- und Pizzaabende mit Claudias und Simons neuer Reisecommunity. Silke & Jahn mit Motorrädern aus Deutschland, Larissa & Pierre mit Fahrrädern aus Brasilien/Frankreich und Tine & Sil mit dem Toyota HDJ80 aus Belgien. Alles Langzeitreisende, da geht der Gesprächsstoff nicht aus. Zweimal schaffen es Claudia und Simon den Camping zu verlassen. Sie machen einen Ausflug in die Hauptstadt Jerewan - ohne mich. Claudia zieht das erste mal auf der Reise ein Kleid an. Ich hatte schon befürchtet sie rennt in Jogginghosen in die Stadt (scheint ihr momentanes Lieblingsoutfit zu sein). Die Stadt gefällt den Beiden, es ist alles sehr gemütlich und entspannt.

Am Tag der Abreise schaffen sie es tatsächlich noch zum bekannten Kloster Geghard um die Ecke. Wieder ohne mich düsen sie früh morgens im Lada von Sandra und Marty los. Sie genießen die Stille am Kloster, noch keine Touristen da. Simon zündet für seinen Opa eine Kerze an. Heute ist die Abschiedsfeier in der Heimat. Ein vierköpfiger Chor beginnt in dem Kloster wunderschön zu singen und so kann Simon auf eine ganz besondere Art und Weise Abschied von seinem Opa nehmen.

Nach 6 Nächten im Paradies schaffen wir es aufzubrechen. Ich habe das Gefühl bei mir ist alles eingerostet und steif von dem vielen Rumstehen. Es wird Zeit wieder Asphalt, Schotter und Löcher unter die Pfötchen zu bekommen, ich muss mich bewegen und Fahrtwind um die Nase spüren. Wir haben schließlich noch viele tausende Kilometer vor uns. Gegen Mittag soll es los gehen, kurz nach halb fünf brechen wir auf.

Unser Ziel ist das Kloster Khor Virap, ca. eine Stunde von Goght entfernt. Die Stecke ist eine schöne Schlaglochpiste mit schönem Ausblick. Und siehe da, zwei Radfahrer gurken vor mir rum. Larissa und Pierre sind heute Mittag mit ihren Rädern los gekommen. Ihr Ziel ist auch das Kloster Khor Virap. Na wunderbar, wir verabreden uns dort zum Abendessen. Wir düsen schon mal vor und suchen einen schönen Nachtplatz. Den finden wir auf einem Hügel rechts oben neben dem Kloster mit Hammer Ausblick auf den heiligen Berg Ararat in der Türkei. Wir sind hier nur wenige hundert Meter von der Türkei entfernt, so dass sogar die türkische SIM Karte funktioniert.

Claudia und Simon bereiten das Essen vor und Larissa und Pierre kommen angeradelt. Das Zelt wird aufgebaut und der gemütlich Abend kann beginnen, sollte man meinen... Wie aus dem Nichts zieht ein Sturm auf, vor lauter Staub und Sand kann man fast nix sehen. Der ganz olle Staub weht in mich rein und in jede Ritze. Oh nee, dabei hat mich Claudia doch erst so schön geputzt. Ich könnte heulen, Claudia könnte heulen. Simon kämpft mit dem Kocher, dem Windschutz und dem Sand. Larissa und Pierre kämpfen mit den Rädern, die nicht stehen bleiben und dem Zelt, das kurz vorm Abheben ist. Es hilft nix, das Zelt muss abgebaut werden. Alle flüchten in mein Inneres und essen die Spaghetti mit Tomaten-Sand-Soße und Sandsalat. Das Essen vergeht Claudia und Larissa als sie nicht weit von uns ein riesen Feuer sehen. Mir wird auch gleich ganz anders bei dem Gedanken im Feuer zu schmelzen. Wir sind zwar oben auf dem Hügel, aber ein Hügel hält Feuer nicht auf und es gibt nur einen Weg hier runter, die Strasse Richtung Feuer. Die andere Richtung wäre ein verbotener Grenzübertritt in die Türkei. Das Feuer flackert immer höher. Ich will hier weg, Claudia will weg, Larissa will weg. Simon und Pierre wollen erst einmal aufessen und sind sich einig, dass kommt nicht so schnell hier her. 5 Minuten später ist das Feuer auch wieder aus. Wir atmen alle durch. Der Sturm tobt allerdings weiter um uns rum. Also ab runter vom Hügel, wir suchen hinter einem anderen Hügel Windschutz. Larissa und Pierre bauen ihr Zelt wieder auf. Simon schmeißt eine Runde Bier, kann jeder gut gebrauchen zur Beruhigung nach der Aktion. Oh nee, hier rennen Skorpione rum...In dem Moment denken alle das Gleiche: ach wären wir doch einfach im Camping 3Gs geblieben... Am nächsten Morgen hat sich der Sturm verzogen und es gibt Frühstück bei Sonnenschein mit Blick auf den Berg Ararat. Was für ein Abend, was für eine Nacht, schön das für uns die Sonne wieder lacht.

Es wird das Kloster Khor Virap mit vielen anderen Touristen besichtigt die rum latschen. Dann trennen sich unsere Wege.



Wir wollen weiter zum Hells Canyon, Larissa und Pierre wissen noch nicht, ob sie diese Strecke heute schaffen. Zu diesem Zeitpunkt weiß ich noch nicht, dass die nächsten vier Tage zwei Fahrräder meine Reisegefährten werden. Ja Fahrräder!! Ich bin auf dem Camping 3Gs so lazy geworden, dass ich mich der Geschwindigkeit von Rädern anpasse! Okay nicht ganz, ich fahre schon schneller wie 6 km/h den Berg hoch und 20 km/h auf normaler Strecke, aber ich lege nicht mehr Kilometer pro Tag zurück wie die Beiden. Shame on me, aber hey, dafür sind wir eine lustige Gruppe. Und welcher Bus reist schon mit Bicyclern :-)? Wir düsen los, fahren über einen Pass mit herrlichen Ausblick und finden den perfekten Platz direkt im Hells Canyon an einem kleinen Bach neben Kletterfelsen. Also Klettersachen raus und ab an den Fels. Es gibt einige Routen die neu eingebohrt und gut abgesichert sind. Simon ist happy wieder am Fels zu hängen. Kurz vor Dunkelheit kommen Larissa und Pierre fix und fertig angeradelt. Großen Respekt von meiner Seite, dass sie die Strecke heute noch geschafft haben!

Nachdem sich alle drei mit Grießbrei a la Simon (verfeinert mit Zimt, Zitronenschalen und Kokoszucker) zum Frühstück gestärkt haben, geht es zum Kletterfels. Claudia muss heute nicht sichern, das übernimmt Pierre. Der Bach rauscht, die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, hier lässt es sich aushalten. Am späten Nachmittag geht es weiter zum Koster Norawank. Ja Armenien ist bekannt für seine vielen schönen alten Klöster. Wir düsen schon mal vor zum Kloster. Kurz vor Sonnenuntergang schaffen es auch Larissa und Pierre den Berg hoch. Wir können direkt auf dem Parkplatz vor dem Kloster mit Hammer Aussicht übernachten. Der Platz gefällt nicht nur uns für die Nacht. Es treibt sich hier noch ein Pärchen rum, das Larissa einen riesen Schreck einjagt als sie aus der Toilette kommt. Da stehen tatsächlich zwei Bären vor ihr. Ja kein Witz, Bären. Für Claudia ein Grund ihre Toilette für die Nacht aus dem Schrank zu holen und den Bus nicht mehr zu verlassen. Simon sieht die zwei Bären nochmal als er die Pfanne vom Abendessen säubert. Wir schlafen trotzdem alle gut.

Zum Frühstück geht`s runter in den Canyon an einen Fluss im Schatten. Es ist heute unerträglich heiß. Wir chillen alle am Bach, ich stehe unter Bäumen und ein leichter Windhauch umweht mich. So langsam könnten wir mal weiter, ich erwache aus meiner Lazyness und bekomme wieder Reiselust. Claudia und Simon liegen mit den anderen immer noch faul am Fluss rum. Endlich kommen sie an geschlappt. Wir fahren ganze 7 Kilometer weiter bergab zum nächsten Restaurant, hier wollen sie mit Larissa und Pierre Mittagessen bevor sich unsere Wege trennen. Bei dem Tempo kommen wir heute nirgendwo mehr hin. Gegen 16.00 Uhr fahren wir weiter, ganze 10 km zum Campingplatz Crossway. Ich glaubs nicht! Hier wollen die Vier für eine Nacht bleiben, im Pool schwimmen und Bier trinken.

Am nächsten Morgen trennen sich nun wirklich unsere Wege, wir wollen etwas Gas geben. Ich fühle mich schon wie eine Schnecke. Wir düsen gegen Mittag los. Unser erstes Ziel sind die Steine bei Sisian. Die hauen uns jetzt nicht vom Hocker. Durch Löcher soll man die Sonne sehen, Simon sieht Claudia. Nach Steingepose im Regen geht es weiter über Sisian Richtung Ltsen.



Von dort hat Claudia einen Offroadtrack quer über die Berge nach Tatev in der Karte entdeckt. Wir kommen an dem verlassen wunderschönen Kloster Vorotnavank vorbei und fahren in das Dorf Vorotan.



Hier fragen wir Einheimische, ob die Strecke von Ltsen nach Tatev befahrbar ist. Nee auf keinen Fall!! Wir fahren trotzdem bis Ltsen und schauen mal wie weit wir kommen. Hinter Ltsen finden wir einen perfekten Übernachtungsplatz. Ein Einheimischer kommt aus der Richtung, die wir morgen fahren wollen. Ein kurzes Schwätzchen, er sieht mich und meint überhaupt kein Problem für uns die Strecke zu fahren. Dauert nur 30 Minuten...

Nach einer ruhigen Nacht geht es morgens gegen 12.00 Uhr los. Die Strecke ist herrlich, gut zu fahren, obwohl es eher ein Wanderweg ist und ich teilweise durch Gebüsch und Pflanzendschungel hoppel. Ein paar Wanderer aus Südtirol und eine spanische Gruppe kreuzen unseren Weg und schauen mich an, als ob ich ein Ufo bin. Vor allem einer, den ich beim Käfer fotografieren störe.



Das mit den 30 Minuten war sehr optimistisch, nach 2 Stunden (inkl. 30 min Fotopause) kommen wir in Tatev an. Nach der ganzen Fahrerei brauchen Claudia und Simon erstmal ein Päuschen... In einem netten Cafe hängen sie 2,5 Stunden ab, trinken Kaffee, essen Mittag und gönnen sich Kuchen. Frisch gestärkt geht es zur Klosterbesichtigung. Wieder alles voller Touristen.

Und nu? Morgen wollen wir rüber in die Republik Arzach, also fahren wir schon mal Richtung Goris. Larissa und Pierre sind gerade auf dem Weg nach Tatev und unsere Wege könnten sich kreuzen. Wir finden einen schönen Schlafplatz kurz hinter Halizor, senden ihnen die Koordinaten und sie schaffen es tatsächlich zu uns. Die Wiedersehensfreude ist groß! Am späten Abend, wir sind alle schlafbereit, kreuzen drei Autos mit sieben Armenien auf, die hier Picknick machen wollen. Und wisst ihr für was die mich halten? Na? Sie halten mich für einen Raketenwerfer! Ja im Ernst! Anscheinend sehe ich im Dunklen mit aufgeklappten Dach so aus. Krisengebiete werde ich ab jetzt meiden!

Nach einer kurzen Nacht (die Armenier haben bis kurz nach 1 Uhr gefeiert), einen ausgiebigen Frühstück heißt es heute wirklich Abschied nehmen von Larissa und Pierre. Wir fahren in die Republik Arzach und die Beiden in den Iran. In Tadschikistan im Pamir Gebirge wollen wir uns wieder treffen! Passt auf euch auf! Es war wunderbar mit euch!

Wir fahren nach Goris, schauen uns die Höhlenstadt an und düsen weiter an die Grenze von Arzach. Seit einem Monat bekommt man das Visum direkt an der Grenze und muss nicht mehr nach Stepanakert zum Ministerium. Die Polizisten sind alle sehr nett und es geht super schnell. Das Visa wird nicht in die Pässe geklebt, könnte sonst Probleme geben, wenn man irgendwann nach Aserbaidschan einreisen möchte.

Wir fahren bis Shushi zu Saro's B&B und können im Garten übernachten. Leider ist Saro nicht da, dafür sein Sohn Samu, der uns viele Tipps zur Erkundung der Gegend gibt. Am Abend werden Claudia und Simon lecker bekocht und dürfen einen hausgemachten Schnaps nach dem anderen trinken. Der ist echt lecker und gut bekömmlich!

Am Morgen wachen sie top fit und ohne Kopfweh auf. Heute ist volles Programm angesagt: Es geht zum 2000 Jahre alten Baum bei Kamir Shuka, leider hat er einen Zaun drum und sie können sich nicht drunter stellen und im Kreis um den Baum tanzen.

Danach geht es weiter zur Azokh Höhle, leider kann man nicht tief rein, alles versperrt (Claudia mit ihrer Platzangst wäre da eh nicht rein).



Wir fahren nach Hadrut, von hier aus kann man in den Iran sehen und dann einen Bogen nach Fuzluli. Was wir nicht wissen, hier ist Sperrgebiet, da es in der Nähe an der Grenze zu Aserbaidschan liegt. Überall sehen wir verbrannte Felder und mitten drin Ruinen von Häusern, die im Krieg 1992 zerstört wurden. Wir werden an der Polizeistation aufgehalten und gefragt was wir hier wollen. Die Polizisten sind sehr freundlich, prüfen die Ausweise, das Visum und bieten Simon Vada (= Wasser) an. Simon versteht Vodka und sagt höflich, dass er beim Autofahren kein Alkohol trinkt. Nach Wasser und Süßigkeiten dürfen wir weiter fahren. Schnell weg hier, die Gegend ist sehr bedrückend. Bei Kamir Shuka springt Simon in einen Fluss und kommt mit Blutekeln am Körper wieder raus. Zum Abschluss des Tages noch schnell runter in den Canyon bei Mkhitarishen. Simon und Claudia laufen zum Wasserfall, Claudia hat Hunger, es war ein langer Tag, sie wird quengelig. Ab zu Saro's B&B, Essen kochen und früh schlafen gehen.

Ein neuer Tag, ein neues Abenteuer. Wir erkunden Stepanakert und wollen weiter zum Kloster Gandzasar. Simon hat das Handtuch auf der Wäscheleine hängen lassen. Also den ganzen Weg zurück, keiner da und das Handtuch hängt auch nicht mehr an der Leine. Wir erreichen Samu, er ist in Stepanakert mit dem Handtuch...

Am Abend erreichen wir das Kloster und übernachten direkt davor. Einem gemütlichen Abend steht nix im Weg... außer die Wasserpumpe. Es kommt kein Wasser mehr. So wird der Abend romantisch mit der Reparatur verbracht.

Am nächsten Morgen, es regnet. Aber es ist Sonntag, da können wir auch mal den halben Tag rumschlumpern. Gegen frühen Nachmittag ist Aufbruch, wir wollen heute zurück nach Armenien. Wir sammeln unterwegs einen trampenden Priester ein. Er riecht stark nach Weihrauch, ist nicht sehr freundlich und beschwert sich auch noch über die laute Musik. Also lassen wir ihn an der Kreuzung zum Kloster Dadivank wieder raus, besichtigen das Kloster und fahren alleine weiter.

Noch über einen Pass und wir sind wieder in Armenien. Wir übernachten am Sewan Lake und morgen früh wollen wir eine Offroadstrecke über die Berge nach Geghard. Wir wollen nämlich noch einmal kurz auf den Camping 3Gs bevor es wieder nach Georgien geht.


Hula Hoop, Frühstück und los geht's. Die Strecke ist mega. Und wir sehen sogar wieder den Berg Ararat.

Am Nachmittag kommen wir am Camping an, juhu und gleich ab in den Pool. Also ich nicht, aber Claudia und Simon. Silke und Jahn sind immer noch da. Nicht weil sie nicht weg wollen, sondern weil sie nicht weg können. Silkes Motorrad wartet immer noch auf den Ersatzmotor. Unser Plan ist zwei Nächte zu bleiben. Dreimal dürft ihr raten, ob wir nach zwei Nächten weiterfahren?! Nein, natürlich nicht! Aber immerhin nach drei Nächten. Auch werde ich nochmals von Simon verarztet. Die Lenkmanschette, welche in Montenegro schon mal getauscht wurde, ist wieder eingerissen.

Sandra und Marty, es war wieder sooo schön bei euch! Aber jetzt müssen wir los! Es geht zurück nach Georgien, Tiflis und den Osten erkunden, Ende Juli wollen wir nach Russland (war mal Mitte Juli geplant...). Wir fahren zum kleinen Grenzübergang bei Guguti. Es geht wie bisher ratz fatz. Als der Beamte in mein Inneres schaut, singt er: oh home, sweet home... So hier habe ich mal unsere Route durch Armenien und der Republik Arzach für euch aufbereitet (ihr braucht nicht reinklicken, die Karten sind nicht interaktiv):

Am 18. Juli sind wieder in Georgien. Bis Tiflis fahren wir heute nicht mehr. Wir suchen uns ein nettes Plätzchen, es ist heiss, es ist schwül, wir gehen früh schlafen. Morgen Stund hat Gold im Mund, wir stehen 9.00 Uhr auf. Frühstücken und auf geht's nach Tiflis. Claudia und Simon können heute endlich ihre Russland Visa abholen. Die hätten eigentlich schon vor Wochen da sein sollen. Die Anträge wurden aus der Türkei per Express nach Deutschland gesendet. Nur hat der türkische Express-Esel fast drei Wochen gebraucht. So hat sich alles etwas verzögert. Egal, die geplante Einreise nach Russland um den 16. Juli rum hätten wir eh nicht geschafft... In Tiflis quartieren wir uns im Innenhof vom Yard Hostel ein und treffen andere Reisende. Und wir bleiben mal wieder länger als geplant... :-). Warum, was wir in Georgien noch so erlebt haben und ob wir es Ende Juli nach Russland geschafft haben, all das berichte ich euch das nächste Mal :-). Hier noch eine Bastelanleitung wie man zwei kaputte Paar Flip Flops (Havaianas) mit einem neuen Paar (Fake Havaianas) repariert.

Nur die orangen Riemchen sind von den fake Havaianas, der Rest ist Original. Claudias heil gebliebener blauer Riemen wurde an Simons Flip Flop fixiert. Damit der gelbe Riemen weiter hält, einfach einen Nagel dran... Es sei noch erwähnt, dass Claudia und Simon neue Flip Flops gekauft haben, aber sie hängen doch zu sehr an ihren alten und Simon kann in den neuen nicht gut laufen... Bis bald euer ClauSi

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