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    • ClauSi

    Baden in den Pyrenäen, Skifahren in Andorra, Sonne in Spanien

    Wir wachen in den Pyrenäen auf, Außentemperatur 2 Grad. Die Nacht war kuschelig warm, die Standheizung lief (nach Anlaufschwierigkeiten) ab 1 Uhr morgens ohne Probleme durch. Frühstücken, Haushalt und Wellness: Claudia springt in ihren Bikini und Simon in seine Badehose, warme Klamotten drüber, die Beiden wollen zum Baden in die heißen Quellen bei Prats Balaguer. Nach einer kurzen Wanderung und der Suche nach den Quellen, ziehen sie sich tapfer aus und hüpfen in das 40 Grad warme Wasser. Die Stelle scheint beliebt zu sein, es ist einiges los (alles Nacktbader). Als sie zurück kommen, riechen sie nach Schwefel, Claudia juckt es am ganzen Körper, es geht doch nix über ein heißes Bad!

    Frisch gebadet geht es durch die Pyrenäen weiter nach Andorra. Den billigen Diesel lassen wir uns nicht entgehen: 1,06 Euro der Liter, das lohnt sich bei zwei Tanks (insgesamt 120 Liter). In Andorra ist der Winter ausgebrochen! Gut dass ich top Reifen und Allrad habe, sonst würde ich so rum eiern, wie alle anderen. Hätten Claudia und Simon ihre Ski dabei, könnten sie jetzt Skifahren. Dafür schlittert Claudia an der Tankstelle von der Toilette auf allen Vieren zum Bus. Voll peinlich, ich schäme mich ein bisschen (ich glaube, Simon sich auch).

    Bloß weg hier, wir wollen schließlich nicht zum Wintercampen, sondern in die Wärme. Unser Tagesziel: Margalef in Spanien, das Kletterparadies für Simon. Dort werden wir die nächsten Tage erst mal bleiben. Simon möchte klettern und Claudia muss das Sichern lernen. Bisher hat sie sich davor ganz gut gedrückt und lag lieber faul am Fels rum oder hat die Kletterei von unten beobachtet und sich gefragt, warum man sich freiwillig die Felswände hoch quält.


    Kurz hinter der spanischen Grenze begrüßt uns die Sonne! Musikalisch werden wir von Led Zeppelin begleitet und dann wird es den Beiden endlich bewusst: Sie sind tatsächlich los gefahren! Sie haben keine Jobs mehr! Sie haben keine Wohnung mehr, nur mich! Sie haben keine Verpflichtungen! Sie sind frei! Sie erfüllen sich ihren Traum! Sie sind glücklich! Life is so beautiful!

    Gegen halb acht erreichen wir unser Ziel. Bevor wir auf den Campingplatz in Margalef fahren, schauen Claudia und Simon bei Helmut und seiner Klettergang (sie machen hier Urlaub) in La Bisbal de Falset vorbei. Mit Helmut hat sich Simon für die nächsten Tage zum Klettern verabredet. Sie werden lecker bekocht, ich stehe draußen auf dem Hof und warte, dass wir auf den Campingplatz fahren und auch für mich der gemütliche Teil beginnt. Aber wir fahren nicht weiter, sie holen nur ihre Schlafsachen und teilen mir mit, dass sie sich hier ein Zimmer für die nächsten 1 - 3 Nächte nehmen. Ich glaube, Claudia freut sich einfach auf eine heiße Dusche, damit sie sich das Schwefelwasser abwaschen kann. Na ja sollen sie mal noch etwas Luxus genießen, davon werden sie die nächsten Monate nicht mehr all zu viel haben.


    Am nächsten Morgen begrüßt uns blauer Himmel und Sonnenschein. Jetzt heißt es die nächsten Tage für Simon: klettern, klettern, klettern. Für Claudia: Sonne und Aussicht genießen, lesen und chillen (und sichern lernen in den Chillpausen!). Für mich: ausruhen für Marokko.







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